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Montag, 23.01.2006 16:42
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"Gedisst und geschasst"-Charts Die Dismaster-Erfolgs-Liste. 1. Michel Friedmann
Die Liste der Guten Menschen, die hier NICHT gedisst werden, weil sie irgendwie wohltuend in Erscheinung getreten sind. 1. Günther Amendt (für sein Interview im Info-Radio Berlin über den Umgang mit Drogen und sein Buch "No Drugs - No Future") 2. Peter Sloterdijk (im Allgemeinen) 3. Mathias Bröckers (für besondere Tapferkeit in einer Welt der Dummheit und dafür, auch in komplizierten Situationen die Nerven zu behalten) 4. Hans-Christian Ströbele (trotz "Moslem-Feiertag" dafür, der letzte deutsche Politiker mit Haltung zu sein, insbesondere dafür, die Polizei-Übergriffe von Genua thematisiert zu haben) 5. Tim Mälzer (einfach sympathisch) 6. Klaus Lemke (bester deutscher und verkanntester Filmregisseur) 7. (Hier kann Ihr Name stehen!)
Neue EU-Verfassung enthält keinerlei demokratische Kontrolle des Militärs! 22.11.2004 - Das Wichtigste kurz zusammengefasst: Der Verfassungsentwurf
schreibt die schrittweise Entwicklung Europas zu einer Militärunion
fest (Art. I-11,4; I-15,1; I-40,1,2). Zur "Bekämpfung des Terrorismus"
sind, dazu ist dieses Konzept schließlich da, weltweite Militäreinsätze
zulässig.
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Lieber FC St.Pauli! 7.6..2006 - Was ist denn jetzt los? Die Nachricht, dass euer Regionalligaverein ein Freundschafts-, naja, "Test"spiel gegen die an der WM teilnehmende Mannschaft von Trinidad & Tobago austragen würde, klang stimmig, kultig und irgendwie sogar attraktiv. Underdog gegen Aussenseiter, noch dazu eine mit Afro-Amerikanern gespickte Elf, da schien ein Abend höchster politischer Korrektheit und entspannter Völkerverständigung ins Haus zu stehen - zu Gast bei Freunden im besten Sinne, ein für den FC St. Pauli massgeschneidertes Event. Sicherlich: dass ihr die Exoten aus der Karibik die ersten 80 Minuten vor lauter Respekt und Toleranz mit Samthandschuhen angefasst und zu zwei Toren eingeladen habt, dass man meinte, ein Frauenfussballspiel zu sehen, das ist nachvollziehbar, obwohl ein bisschen übertrieben. Aber dann - man traute seinen Augen nicht - kurz vor dem Schlusspfiff kam es völlig unvermittelt zu einer unwürdigen Rudelschlägerei zwischen den beiden Teams, ausgelöst durch ein relativ harmloses unabsichtliches Foul, in dessen Verlauf ein St. Pauli-Spieler etwas unglücklich über den Rasen gerollt wurde, worauf er eine bühnenreife Fassung des sterbenden Schwans zum Besten gab. Dies wiederum inspirierte einen anderen Hamburger zu einem gänzlich überzogenen körperlichen Angriff auf den vermeintlich groben schwarzen Mann und im Nullkommanichts verwandelte sich der Schauplatz zu einer Boxarena. Dass dann der völlig falsche Spieler vom Platz gestellt wurde, dass auch Reporter Uwe Morawe nicht mal ansatzweise richtig erkannte, wer wem wann warum usw., das alles verblasste hinter der Tatsache, dass selbst ein FC St. Pauli letztlich ein mediales Kunstprodukt sein muss, wenn gute Vorsätze, die sich dieser Verein bekanntlich programmatisch zu eigen gemacht hat, im Hauche eines Augenblicks zerplatzen wie Seifenblasen. Erschütternd! Hey Bush! 6.6..2006 - Nur
mal ganz kurz nachgefragt: Sie verkündeten ja vor nunmehr sehr sehr
langer Zeit, dass Sie sowohl in Afganistan als auch im Irak "prevailed"
hätten. Auf deutsch: Sie hätten diese beiden Kriege gewonnen.
Was uns nur wundert: Ihre Soldaten kämpfen immer noch, hier wie dort,
und nicht nur das, die Stärke der Truppenkontingente wurde mittlerweile
mal wieder erhöht. Nichts für ungut, aber als Ihr Vorgänger
Truman seinerzeit gegen Deutschland gewann, da war aber anschliessend
Ruhe im Karton. Kampfhandlungen eingestellt, und danach gab's nur noch
Jazz, Coca Cola, freie Presse usw. Claudia (lieber tot als) Roth! 20.1.2006 -
So also muss man sich das endgültige Aus einer Bewegung vorstellen,
die vor 30 Jahren mit hohen aufklärerischen Idealen in die politische
Arena der BRD eingetreten war: die Grüne Roth vor laufenden Fernsehkameras
die Aufklärungsarbeit des zu bildenden Untersuchugsausschusses zur
sog. CIA-Affäre in Zweifel ziehend, da dies die "Sicherheitslage
unseres Landes gefährden" würde. Dazu dreierlei: die Aufklärung
über illegale Tätigkeiten unseres Geheimdienstes und der ihn
benutzenden Politiker dient immer der Sicherheit unseres Landes, zumindest
derjenigen, die hier leben und nicht selbst in diese Verbrechen verstrickt
sind. Zweitens: dass Ihr Parteikollege, Ex-Joschka Aussenminster Fischer
vor diesem Ausschuss aussagen "müsste", sollte ein solcher
nicht noch von Ihresgleichen verhindert werden "können",
gefährdet allenfalls die Sicherheit von Politikern, Gesetze zu brechen
und zu beugen, wie es ihnen passt. Und drittens: Nur zur Erinnerung, falls
Sie es noch nicht gemerkt haben: Sie sind garnicht mehr in der Regierung!
Ja, ehrlich: die Grünen sind inzwischen Opposition. Bitte, gern geschehen!
Da nicht für! Herr Fischer, Joschka! 10.1.2006 -
Sieh an, Sie sind nun in die USA ausgewandert. Und wir haben genau das
vor drei Jahren an dieser Stelle prophezeit. Es passt halt alles zusammen. Deutsche Unternehmer! 20.4.2005 -
Jammern (über Münteferings "Kapitalismusschelte"),
Subventionen abgreifen (die meisten in ganz Europa), blödsinnigen
Quatsch produzieren (groteske Maut-Technik), Innovationen verhindern (wovon
jeder Kreative in Deutschland ein Lied singen kann), fordern, dass die
Sozialleistungen weiter gekürzt werden und dann auch noch permanent
Wirtschaftsprognosen erstellen, die man im Kaffeesatz genauer nachlesen
kann... mal ganz dumm gefragt: seid nicht eigentlich ihr
der Hauptgrund für die gegenwärtige Misere? Liebe Nina Hagen! 20.4.2005 -
"Wer hat denn diesen Arsch mit Ohren in mein Leben gelassen?"
so steht es verzweifelt in deiner Homepage über deinen Noch-Ehemann
Lucas Alexander geschrieben. Hmm... vielleicht du selber? Nicht? Na, dann
wissen wir's auch nicht, sorry! Nervenaufreibende Nachrichtensender! 12.3.2005 -
Die Textnachrichten, die bei euch, n-tv, n24, CNN usw. unten durch's Bild,
nein, eben nicht: laufen, sondern kriechen, zäh vorbei fliessen,
aufreizend langsam entlang flanieren, sich mit der Ruhe eines Stundenzeigers
vorwärtsschieben, die kann man ja mühelos mitschreiben! Sind
die für Legasteniker gemacht, die Buchstaben für Buchstaben
einzeln entziffern müssen? Man wird ja wahnsinnig, wenn man versucht,
"breaking news" mitzu"lesen". Vor allem, wenn beim
langersehnten Erscheinen des nächsten Wortes das vorherige schon
wieder in Vergessenheit geraten ist. Karin "Marie-Antoinette" Clement! 20.3.2005 -
"Wer einen Job sucht, findet ihn auch" - Sätze wie diese
haben Tradition in den Kreisen, die die Welt nur aus der Vogelperspektive
kennen. Deine blau-blütige französische Vorläuferin gab
ihrerzeit zum Besten, "wenn die Armen hungrig sind, dann sollen sie
doch Kuchen essen", und endete bekanntlich auf der Guillotine. Leider
ist diese Erziehungsmassnahme für vorlaute Politkergattinnen heutzutage
aus der Mode gekommen. Fernseh-Psychologin Frau Dr. Höfner! 24.2.2005 -
In der BR-Sendung WIB haben Sie von Frau zu Frau die seit Erfindung des
fahrbaren Untersatzes mindestens millionenfach geäusserte These ein
weiteres Mal wiederholt, nach der "für Männer das Auto
eine völlig andere Bedeutung hat als für Frauen", nebst
der obligatorischen Hinzufügung, das Auto sei eben "für
Männer ein Statussymbol", kurz "länger, dicker, härter
und so weiter", so Sie erläuternd. Ja ja, diese Männer
mit ihrem "hohen Testosteron-Spiegel". Ich habe so ein dickes
Auto, oder: mein Auto ist echt hart und lang, das sind schon so Formulierungen,
wie man sie ständig von Männern zu hören bekommt, zumindest
anscheinend in Ihrer näheren Umgebung, liebe Frau Höfner mit
dem nicht ganz so hohen Testosteron-Spiegel. Und was vermissen Sie "als
Frau" am meisten am Auto? Natürlich: "eine Ablage für
die Handtasche", (das ist dieses Status-Symbol von Frauen, in das
sie immer ihren halben Haushalt stopfen, weil sie ohne ihn unterwegs keine
drei Minuten auskommen, obwohl sie im entscheidenden Moment sowieso nie
das finden, was sie gerade suchen, weswegen sie in kurzen Zeitabständen
einen Zwischenhalt einlegen müssen, um den gesamten Inhalt der Handtasche
irgendwo auszuleeren und darin herumzustöbern). Kleiner Tip: Vielleicht
mal das sog. Handschuhfach von dem ganzen Krims-Krams freiräumen,
der da seit drei Jahren drin liegt; dann passt die Handtasche auch wieder
hinein. O Gott, Kinder! 23.2.2005 -
Seinen Bildungsauftrag ausführend veranstaltet der WDR zur Zeit täglich
die "grösste Kinderquizshow, die je im öffentlich-rechtlichen
Fernsehen stattgefunden hat". Ihr Titel "Wir testen die Besten"
kann einem die Tränen in die Augen treiben, wenn man mitansehen muss,
was Zwölf-jährige auf eine Frage wie diese antworten: "Einer
der 12 Jünger von Jesus war Petrus. Welchen weiteren Namen trug er
noch?" Zur Auswahl standen "1. Carsten, 2. Dennis, 3. Wolfgang
und 4. Simon". Trotz der behutsamen Beeinflussung durch Moderator
Dennis Wilms ("Welche Namen kannst du vielleicht ausschliessen? Welcher
Name klingt denn am ältesten?"), wollte sich schliesslich keines
der Kinder von der Meinung abbringen lassen, Jesus' Jünger Petrus
könne nur, einzig und allein, "Wolfgang" geheissen haben.
Vermutlich war Jesus der Schlagzeuger der Band von Wolfgang Petrus... n-tv! 26.12.2004 -
Aktuell zur Tsunami-Katastrophe in Südasien hast du eine olle Doku
ausgestrahlt und ihr den Titel "Erdbeben - die Natur schlägt
zurück" gegeben. Nun gibt es sicher einige Zivilisations-verschuldete
Umwelt-, vor allem Klima-Phänomene, die diesem abgedroschenen reisserisch-alarmierenden
Titel einen Sinn geben würden, Erdbeben gehören aber ganz sicher
nicht dazu. Denk mal drüber nach! Liebe türkische Landsleute! 22.11.2004 -
So höret, was hiesige Vor-Denker an Argumenten für den Beitritt
eures osmanischen Rest-Reichs zur EU hervorzubringen sich nicht entblöden,
und unterzieht es einer kritischen Würdigung: Journalisten für Bush... 26.10.2004 - Wir erinnern uns: unter dem vielversprechenden Titel "Täuschung oder Wahrheit" strahlte der WDR am 10.9.2003 eine Talkshow aus, die "mit wissenschaftlich fundierten Beiträgen und einer kontroversen Studiodiskussion die Thesen" einiger kritischer Journalisten zum Tathergang des 11. September 2001 "von unabhängigen Experten abklopfen lassen" wollte. Mit pseudo-wissenschaftlichen Computeranimationen und simplifizierenden "Beweisführungen" sollten die eingeladenen 9/11-Kritiker vor aller Augen blossgestellt und ihre Thesen der Lächerlickeit preisgegeben werden. Aus diesem Grunde war es auch nicht angezeigt, diese über Gebühr zu Wort kommen zu lassen. Als Moderator der hektisch abgerissenen Show besorgte dieses Geschäft ein gewisser Helmut Rehmsen, der dem Journalisten Gerhard Wisnewski permanent ins Wort fiel und sich kaum einkriegen konnte vor polemischen Spitzen gegen sogenannte Verschwörungstheoretiker. Da auch wir die Frage "Täuschung oder Wahrheit" gerne stellen, veröffentlichen wir aus der WDR-Homepage ein Photo, das Helmut Rehmsen so zeigt, wie er sich selbst gerne sieht. Alles klar? Boris Becker! 23.9.2004 -
Weil Du "Deine weibliche Seite entdeckt" hast, lässt Du
dich von der Zeitschrift "Max" mit Blut und Dreck beschmieren,
mit Eiswasser übergiessen, zerschlägst deinen nagelneuen Tennisschläger
und ziehst dich bis auf den Slip aus. Die solcherart inszenierten Zombie-Fotos
kommentierst du "Ja, so fühle ich mich, ich stehe zu mir".
Dass Deine Ex-Gattin ob eines solchen Frauenbildes in einen anderen Kontinent
geflohen ist, wird immer nachvollziehbarer. Und Deine merkwürdigen
sexuellen Gewohnheiten dürften das Ihrige zur Entfremdung beigetragen
haben: "Ich mache mehr und mehr Fernsehn. Das befriedigt mich."
Kannst Du armer trauriger Clown nicht mal die Seite in Dir entdecken,
die nicht permanent im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen will?
Wäre für alle eine echte Erleichterung. Bernd Eichinger! 18.9.2004 -
Ach ja... (seufz!), was wäre Deutschland ohne seinen geliebten Führer?!
Ganze Heerscharen von Journalisten müssten sich selber "Themen"
suchen, Generationen von Historikern müssten über den Einmarsch
der Hunnen oder den Konvent von Worms schreiben und Filmemacher müssten
sich "Stories" selber ausdenken. Mit der Einschätzung,
dass man das beliebte Tabu-Thema No1 inzwischen vermenscheln kann, wenn
man es nur mit der entsprechenden Betroffenheits-Sauce garniert, findest
du Bernd Eichinger wie immer den richtigen Ansatz in einer neuen Runde
deutscher Hitler-Exegese. Die Grausamkeit eines Diktators, der seine Umgebung
zu Tode langweilt, wird gut eingefangen und von Bruno Ganz überzeugend
verkörpert, der sich die Zunge verknotet beim Versuch, den Dialekt
des grossen Möchtegern-Deutschen zu imitieren. Sicher, man hätte
die uninteressanteste Phase des Dritten Reichs auch in einer guten Viertelstunde
erzählen können, aber dank Deiner jahrelangen Erfahrung als
Gross-Mogul des Kinos konnte das Thema auf Spielfilmlänge gestreckt
werden. Respekt! Nachdem der Damm nun gebrochen ist, darf man sich wohl
auf eine Welle von Hitler-Filmen freuen. Besonders gespannt sind wir schon
auf "Der Aufstieg", "Hitler der Künstler", "Glanz
und Elend des Dritten Reiches", "Adolf Hitlers Kindheit"
und "Die Liebschaften des Adolf H."
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